Winterzeit = Erkältungszeit. Jetzt wo der kleine in der Kita ist, bringt er viele Krankheiten mit nach Hause. Laufende Nase, Husten und Halsschmerzen sind fast ständiger Gast bei uns. Vor 3 Wochen hatte es mich allerdings richtig schlimm erwischt. Zwei Tage habe ich fast nur das Bett gehütet, das schlimmste waren aber die Halsschmerzen. Der Arzt sagte mir ich könnte da nichts machen, außer die Schmerzen lindern. Die werden von alleine weg gehen. Anfangs habe ich Schmerztabletten genommen und Bonbons gelutscht. Als nach drei Tagen keine Besserung kam, habe ich nach Hausmittelchen geschaut und ab da wurde es besser.

Kartoffelwickel

Der Kartoffelwickel lindert Schmerzen und fördert die Durchblutung. Er gibt lange wohltuende wärme ab und kann auch gegen Husten eingesetzt werden. Der Wickel muss dafür auf die Brust gelegt werden. 

Zuerst die Kartoffeln waschen und mit Schale weich kochen (ca. 20 min). Anschließend mit einer Gabel zermatschen und auf ein Mulltuch längs verteilen.

Die Kartoffeln müssen noch etwas abkühlen, ansonst verbrennt man sich schnell. Das Tuch umschlagen und mit den warmen Pellkartoffeln an den Hals legen und den Wollschal umlegen. Ich habe den Wickel mehrere Stunden umgelassen. Mir tat er sehr gut.

 

Zitronenwickel

Der Zitronenwickel wirkt abschwellend, schmerzlindernd und entzündungshemmend. Am besten wird der Wickel kalt angelegt.

  • Mulltuch, Leinentuch oder Geschirrtuch
  • 1 Bio Zitrone
  • ein Taschentuch oder Küchenpapier
  •  Wollschal

Die Zitrone in Scheiben schneiden und längs auf das Tuch legen. Auf die Zitronenscheiben ein Taschentuch legen, damit die Haut nicht anfängt zu jucken. Das Tuch umschlagen und etwas drücken, damit der Saft austritt und genau wie bei den Kartoffelwickel um den Hals legen und den Wollschal anlegen.

weitere Tipp´s:

Salbei: die ätherischen Öle vom Salbei sind antibakteriell und antiviral, des weiteren ist Salbei auch entzündungshemmend.  Als Tee kann man mit ihm alle zwei Stunden gurgeln, als warmen Wickel anlegen oder als Bonbon lutschen. Natürlich kann man, wenn man ihn mag, auch trinken.

Quarkwickel: Quarkwickel werden kalt angelegt und sind entzündungshemmend, schmerzlindernd und abschwellend.

Honig: 1 TL Honig ab und zu schlucken, tut wirklich sehr gut. Er legt sich auf die schmerzhaften und gereizten Stellen wie ein Schutzschild. Außerdem hat er eine antibiotische und entzündungshemmende Wirkung. Wer ihn nicht pur essen möchte, kann ihn in warme Milch auslösen. Es sollte aber kaltgeschleuderter Bio-Honig sein. 

Salzwasser: mit Salzwasser gurgeln kann gut tun, aber auch schmerzen. Man muss für sich entscheiden, ob man das machen möchte oder nicht. Einfach 1/2 TL Kochsalz in 250ml lauwarmen Wasser auflösen und so weit wie möglich in den Hals laufen lassen (nicht schlucken). Das kann man alle 3 Stunden wiederholen.

viel trinken: eigentlich ist das bestimmt jedem klar, aber ich wollte es trotzdem mit aufführen. Je mehr man trinkt, desto mehr werden die Schleimhäute befeuchtet und die Krankheitserreger runtergespült.

 

Ich möchte noch drauf hinweisen, ich bin kein Arzt. Klärt es lieber mit dem Arzt ab, wenn ihr die Halsschmerzen schon länger habt oder gar keine Besserung in Sicht ist. 

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